Was können wir tun, damit die natürliche Neugier im Schulsystem nicht verloren geht?

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Vorwort zum Buch von Prof. Dr. Gerald Hüther: "Märchen sind in ihrem Aufbau und ihrer Wirkung ganz wunderbare Mittel, um Kinder auf lebendige und phantasievolle Art auf wichtige Ressourcen im Alltagsleben vorzubereiten. Dank ihrer bildhaften Sprache werden seelische und soziale Zusammenhänge verständlich gemacht, die ansonsten nur schwer zu vermitteln sind" Zum Buch: Dieses Buch enthält 101 zauberhafte Volksmärchen für unvergessliche Märchenstunden. Sie erzählen von frechen Tieren, abenteuerlustigen Helden und schlauen Prinzessinnen. Vom Besuch im Zwergenreich wird berichtet, wie man Drachen und Riesen überlistet und welche Geschenke die Heldinnen und Helden von den Feen und Meerjungfrauen mit nach Hause bringen. Zu guter Letzt kommen Geschichten vom Hunger und vom Naschen, bis alle Ohren satt sind. So gibt es Kapitel für Mädchen und Jungen, für klein und gross, für die kurze Märchenzeit vor dem Einschlafen genauso, wie für eine lange Märchennacht. Mit einleitenden Texten, Anregungen zum Erzählen, weiterführenden Gedanken und bezaubernden Farb-Illustrationen. Märchenauswahl von Djamila Jaenike, illustriert von Cristina Roters

Das edu-camp.ch will Menschen zusammen bringen, die ihre Leidenschaft mit ihrem Lernen und Leben verknüpft haben. Etwas konkreter sprechen wir Freilernende und Homeschoolende an, sowie Institutionen und Organisationen, die sich für alternative Bildungs- und Lernwege stark machen. Das edu-camp.ch ist der Ort, an dem du dich mit Gleichgesinnten austauschen und vernetzen kannst. Am besten funktioniert das, wenn jede/r die/der kommt, etwas beiträgt. Das kann ein Workshop sein, den du anbietest, deine Mithilfe bei der Organisation, eine Geld- oder Sachspende, etc – was immer dir entspricht und was du geben kannst und willst. Das edu-camp.ch ist tauschlogikfrei organisiert, das heisst alle Menschen die hier mitmachen, machen es aus eigenem Antrieb und ohne jegliche Entlohnung. Deine Teilnahme kostet dich also genau das, was du investieren willst – an Zeit, Energie o.a. Wenn lernen für dich wenig mit Schulstuben zu tun hat und du dich als lebenslange Lernende*r siehst, bist du hier richtig!

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Wir können das Augenmerk vermehrt auf diejenigen Menschen lenken, die von der Gesellschaft (also von uns selbst) den Auftrag erhalten, den Kindern Wissen und Erfahrungen im Schulsystem zu vermitteln: Den Lehrpersonen. Im bestehenden Schulsystem ist eine grosse Spannung vorhanden, weil die Ausgangslage komplex ist: Der Bildungsauftrag kommt im weitesten Sinne von der Bevölkerung, wird von Bund, Kantonen und Gemeinden umgesetzt und von -unseren- Steuergeldern finanziert. Die Lehrpersonen und Schulleitungen sind diesem Spannungsfeld meist ziemlich ausgeliefert und sollen diesen Auftrag ausführen, ohne dass sie wesentlich mitbestimmen können. Ich stelle fest, dass sie an vielen Fronten angegriffen anstatt unterstützt und ressourciert werden. Ich kenne einige Lehrpersonen und Schulleitungen persönlich, und beobachte das Thema Schule seit längerem. Es gibt viele Lehrpersonen, die sehr engagiert ihren Beruf ausüben und innerhalb ihres Wirkungsbereiches tatsächlich ganz unterschiedliche Ansätze haben, um die natürliche Neugier der Kinder zu fördern und zu stärken. Indem die Lehrpersonen angegriffen werden oder das bestehende System als durchwegs untauglich verworfen wird, ist nichts erreicht. Denn der allergrösste Teil unserer Kinder geht in die Volksschule und nicht in private freie Schulen oder Internate. Und das Schweizer Schulsystem ist nicht das Schlechteste, denn das Gesetz der Schulpflicht stellt ganz vielen Kindern den Zugang zu Bildung sicher, die ohne dieses Gesetz gar nicht in die Schule gehen könnten.

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Ein modular aufgebauter Lehransatz könnte förderlich für die Eigenintiative der Kinder sein. Somit kann individuell auf Themen eingegangen werden die den Schüler oder die Schülerin interessiert. Das Bewertungs/Vergleichssystem würde damit durch ein Intentions bezogene Vermittlung von Informationen/Wissen zum Bewältigen von Projekten ersetzt. Somit würde die oftmals destruktive Auswirkungen des Konkurrenzgedankens aus dem Weg geräumt und die Kinder könnten sich mit Themen befassen die Sie zum aktuellen Zeitpunkt interessiert. Gleichzeitig wäre es weniger dogmatisch frontal sonder eher integrativ intuitiv. Wissen ist unendlich vorhanden, vorallem durch die vernetzten Informationstechnologien. Für Probleme oder Interessenfelder Lösungen selbst zu erarbeiten bzw. zu entdecken würde ich persönlich auch mit einem Auge in die Zukunft blickend als deutlich sinnvoller erachten. Von der Neugier zu erfahrenen Wissen, spielerisches Lernen sind mal grob zusammengefasst Punkte die mir da einfallen würden.

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Da die natürliche Neugier sehr individuelle Wege geht, sollte den Kindern ein freudvolles, zwangfreies und selbstbestimmtes Lernen ermöglicht werden. Die Kinder sollten selbst entscheiden können, wann, wo, mit wem und auf welche Weise sie sich entwickeln wollen und dafür von der Gesellschaft die notwendige Sicherheit, Anregung und Unterstützung erhalten. Durch Zwang (Schulpflicht, Lehrpläne), Gleichmacherei, Konkurrenzdruck, Bulimielernen von unnützem und veraltetem "Wissen" sowie die eingeprägte Starrheit (jede neue Idee wird bekämpft) kann das bestehende Schulsystem den genannten Ansprüchen unmöglich genügen. Von daher sollten Kinder diesem Schulsystem möglichst gar nicht erst ausgeliefert werden - darin liegt gegenwärtig die effektivste Handlungsmöglichkeit zum Schutz der Kiddies vor dem Verlust ihrer natürlichen Neugier. In Bezug auf die (theoretische) Reformierbarkeit des Schulsystems kann man sich dessen Bedeutung und Funktion innerhalb der neoliberalen Gesellschaft klar machen, um zu verstehen, dass zuviel natürliche Neugier im gemeinen Volk nicht unbedingt gewünscht wird. Die Leute sollen nicht zuviel hinterfragen, sondern lieber systemkonform funktionieren und konsumieren.

"Zukunftswerkstatt" ist ein 2½-Tages "Problem-Lösungs-Workshop" (1.) zur Analyse von Problemen + deren Ur-Gründen, Zusammenhängen, Abhängigkeiten, bis hin zu eigenen Anteilen am Entstehen des Problems. …Die Welt ist ja voller Probleme, also gibt's immer genug Herausforderungen und Potenzial um Forschergeist zu wecken. 😉 …Im 2. Teil erstellt jede/r (mit Hilfe einer angeleiteten Meditation) seine/ihre persönliche “Eutopie”, eine positive Utopie einer global-freundlichen Kultur, Wirtschaft,… und stellt diese im Workshop-Kreis vor. …So entsteht ein starkes Vertrauens-Fundament durch authentisches Einander-Kennenlernen. Zudem braucht unser Gehirn erst den Analyse-Teil, um eine von den Ur-Gründen und Abhängigkeiten losgelöste ‘Eutopie’ zu erfinden. …Im 3. Schritt planen die nun 'intrinsisch begeisterten' Beteiligten die Realisierung ihrer ‘Eutopie’ gemeinsam. …Wie im Analyse-Teil nutzen wir auch hier die “Schwarm-Intelligenz” aller Beteiligten. --> weiter..?: siehe "Anmerkung"

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School Circles ist eine unabhängige Dokumentation, die die Erfahrungen von demokratischen Schulen in den Niederlanden erforscht. Der Film zeigt, wie SchülerInnen, Lehrkräfte und MitarbeiterInnen zusammen Dialoge führen, Vorschläge diskutieren, Konfliktmediation führen und gemeinsam Entscheidungen über ihr Schulleben treffen. Sie nutzen Soziokratie. Eine Methode für kollektive Organisation durch selbst-gesteuerte Systeme, in denen Entscheidungen durch Konsent getroffen werden. School Circles verbindet die Theorie der Soziokratie mit der Anwendung in Schulen und zeigt neue Möglichkeiten uns selbst und unsere Lebensgemeinschaften zu organisieren.

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