Wie kann ich die Integration von Flüchtlingen/ Asylsuchenden in meinem Umfeld fördern?

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Answer

Bis vor kurzem waren die Begegnungen für Menschen mit N-Bewilligung sehr wichtig. Heute ist das durch die grossen Zentren neu und besser organisiert und weniger aktuell. Bei jeder Integrationsarbeit gilt auch das Prinzip, die Ängste der Einheimischen ebenso wichtig zu nehmen, wie die Nöte der Geflüchteten. Hier können wir als Vermittelnde unterstützen und Vertrauen schaffen, statt voreilig verurteilen. Die Menschen aus Afghanistan, Eritrea, Somalia und Syrien sind oft mit unserem System überfordert, auch wenn sie schon recht gut Deutsch sprechen. Auch werden neu hilfreiche Deutschstunden durch die Kantone angeboten, wie auch soziale Unterstützung oder Arbeitseinführung. Trotzdem reicht das nicht. Die Erfahrung zeigt, dass es sehr anspruchsvoll ist eine Stelle oder Wohnung zu suchen und Menschen mit F-Bewilligung (Vorläufig aufgenommen) oft auf Ablehnung stossen. Hier können wir helfen durch begleiten, beraten und unterstützen. Als Mentor oder Mentorin kann ich heute einem Asylsuchenden am besten helfen. Sich 1 – 2 Stunden oder mehr um jemanden zu kümmern, der eine F-Bewilligung hat ist sehr wichtig. • Zuerst Vertrauen aufbauen - Deutsch miteinander reden, miteinander kochen und essen oder zusammen im Garten arbeiten, hilft. Allenfalls auch, sie in einem offenen Verein zu integrieren für Sport oder Musik. • Stellen suchen, helfen einen Lebenslauf zusammenzustellen, das zu versenden oder anzurufen hilft ebenso weiter, wie auch die Ermutigung bei Absagen. • Informationen sammeln bei Asyl-Vereinen und Asyl- Netzwerken in der Umgebung über die Bedingungen bei Lehrangeboten auch für Erwachsene. • Dort helfen wo es leicht fällt und Freude macht, anderes delegieren. Lieber weniger helfen und dafür beständig. Den Austausch mit anderen Helfenden pflegen um die Frustrationstoleranz zu erhöhen, welche es bei grossen kulturellen Unterschieden braucht Falls es möglich ist, sind auch regelmässige Beratungsstunden sehr hilfreich, hier ist es wichtig • Dass das Angebot mit Ausdrucken an die Türen der Asylzimmer geklebt werden, damit das bekannt wird – Deutsch und Englisch • Dass erste Beratungsstunden mit noch wenig Zulauf durchgehalten werden (erst aufgeben, wenn 3 Mal niemand kommt) • Immer am selben Ort, zur selben Zeit, in einem Raum, der von einer Kirche oder Gemeinde zur Verfügung gestellt wird • Von mindestens 2 Personen durchgeführt, die sich unterstützen abwechseln und zusammen die Kontinuität gewährleisten

Christoph Homber zeigt mit grossem Engagemente, wie wir Flüchtlinge integrieren können. Danke Christoph

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